Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,

der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

 (Hermann Hesse)

Das Ende ...

 

Im Februar 2018 verstarb meine liebe Oma. Für mich war der begleitende Weg (der 11 Tage dauerte) bis zum Himmelstor sehr bewegend. Schon allein deswegen, weil ich ein Jahr zuvor meinen Vater - so fast über Nacht - verlor.

 

Meiner Oma war es wichtig, ihre letzte Zeit in gewohnter Umgebung zu verbringen. Bis zum letzten Atemzug saß ich an ihrer Seite. So, wie sie es sich gewünscht hatte.

 

Nach ihrem Tod musste mein Leben wie gewohnt weiter gehen. Mit Trauer im Herzen räumte ich u. a. all ihre Anziehsachen, Bettwäsche, Handtücher und was sich nicht so alles ansammelte, in große Plastiksäcke. Da stand ich nun so rum, mit meinem Sohn - im einstigen Ankleidezimmer. Wir betrachteten die großen Säcke, voll mit Erinnerungen an die getragene Zeit, die nun einfach so in die Altkleidersammlung wandern sollten.

 

 

... der den Anfang inne hatte

 

„Eigentlich schade, nach all den Jahren alles einfach so wegzuwerfen. Meinst du nicht auch, wir können daraus irgendwas machen?“

 

Ab dieser Frage drehte sich alles in meinem Kopf um die neue Verwertung der Klamotten und Co., die meine Oma durch ihr Leben führten.

 

Schon immer fühlte ich mich Taschen und Beutel jeglicher Art sehr zugetan. Bei weitem nicht so stark ausgeprägt, dass ich hunderte davon daheim bunkere. Jedoch genug, um mich schnell in dem Gedanken wiederzufinden, eigene - vom Mainstream abweichende - Taschen und Beutel zu kreieren.

 

Doch das war mir irgendwie zu öde, zu unspektakulär. Ich überlegte weiter. Nach einigen gedanklichen Versuchen und abenteuerlichen Experimenten, blieb ich bei unserem heimischen Verpackungsmüll - nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes - hängen.

 

Nach weiterem Ausprobieren und motivierenden Feedbacks meiner Testpersonen, hatte ich nach unzähligen Versuchen meinen eigenen Stil gefunden:

 

Plastikumverpackungen kombiniert mit ausgedienter Kleidung.